Ludger K. „Sondervermögen“ – Vorpremiere | Stand up-Kabarett

Ludger K. „Sondervermögen“ – Vorpremiere | Stand up-Kabarett im Kismet Festsaal Bielefeld am Freitag, 27.2.2026   „Sondervermögen“ von 250 Zuschauern hier bestens angelegt Der sechste Auftritt des Essener Kabarettisten Ludger K. für unseren Verein innerhalb von fünf Jahren zieht erneut 250 erwartungsvolle Zuschauer in den Kismet Festsaal in Bielefeld-Quelle! Kritische Geister mit Humor lieben seine […]

Ludger K. „Sondervermögen“ – Vorpremiere | Stand up-Kabarett
im Kismet Festsaal Bielefeld am Freitag, 27.2.2026

 

„Sondervermögen“ von 250 Zuschauern hier bestens angelegt

Der sechste Auftritt des Essener Kabarettisten Ludger K. für unseren Verein innerhalb von fünf Jahren zieht erneut 250 erwartungsvolle Zuschauer in den Kismet Festsaal in Bielefeld-Quelle!
Kritische Geister mit Humor lieben seine brillanten Polit- und Medienanalysen, seine Metaphern und Analogien. Auch heute wieder geht Ludger aufs Ganze und piekst genüsslich und präzise in die offenen Wunden unserer Zeitgeschichte.

Als Motto für die gesamte Show ruft er Gustave le Bons bekanntes Werk „Psychologie der Massen“ aus. Die von diesem beschriebene „Macht der schöneren Worte für schlechte Zustände“ wird nach Ludgers Interpretation anhand der „Umwortung“ von „Schattenkabinett“ in „Kompetenzteam“ genau so deutlich, wie anhand von zuhause zu „Linsenbouillon“ umgeframter Erbsensuppe.

 

„UnsereDemokratie“ vs. „die Demokratie“?

Ludger meint hier wieder einmal herrlich spitzfindig und entlarvend, was für das  „Vaterunser“ gelte, gilt noch lange nicht für „unseren Vater“!

Neben dem Vorschlag, bei der Grafik von Wahlergebnissen die Gruppe der Nichtwähler als gesonderten Balken darzustellen, hat Ludger die Idee, bei absoluter Mehrheit der Nichtwähler den Bundeskanzler per Losverfahren zu ermitteln. Nachdem er sich über deutsche Antrittsbesuche in den USA amüsiert, spottet er gekonnt über die beiden letzten amerikanischen Präsidenten – auch wenn er offen zugibt, dass er die Vereinigten Staaten sehr möge und eigentlich „in seinen Adern Cola“ fließe.

Verschiedene Staatsempfänge reizen Ludger zur Analyse der jeweiligen Zeremonien. Auch Steinmeier und von der Bellen werden von ihm satirisch belästert. Den Leuten gefällt es, es wird gekichert, gefeixt und natürlich aus vollem Hals gelacht.

Warum verteilt ein Bundespräsident inflationär Bundesverdienstkreuze (mehr als 10.000 Stück pro Jahr) mit der Folge, dass jedermann diese Ehrungen persönlicher Leistung und Geschichte mittlerweile auf Kleinanzeigen-Portalen für wenig Geld erwerben kann? Ludger hat es ausprobiert und eines „für kleines Geld“ bekommen! Hier wird tosend applaudiert und alle sind der Meinung, jawohl, er hätte eins verdient!

Der „Deutsche Qualitätsjournalismus“ bekommt ebenfalls eine professionelle Schüppe Häme ab – verdient, wie wir finden.

Als Ludger sich freimütig und überaus sympathisch dazu bekennt, ein „Friedensschwurbler“ zu sein, reagieren die Zuschauer auch darauf  mit einer gerührten Applauswelle.

Im weiteren Verlauf stellt Ludger sich und uns unter anderem die folgende Frage: Wo ist unser Land eigentlich hingekommen, wenn die Bevölkerung den Begriff „Bademantel“ heute nicht mehr mit Körperpflege assoziiert, sondern mit Hausdurchsuchung?

Nach der Pause, in der wir von der Kismet-Familie wieder mit hausgemachten Snacks verwöhnt werden, geht es mit dem zweiten Teil weiter. Hier nimmt Ludger auf einige aktuelle Vorgänge Bezug:

Social Media-Verbot – ist das für Teenager wirklich sinnvoller, als für z. B. Bundestagsabgeordnete?
KI-Skandal des ZDF – sind Dunja Hayali und Elmar Theveßen vielleicht selbst KI-generiert und ist bei deren Programmierung einiges falsch gelaufen?
Stadtbilddebatte – sollten wir froh sein, wenn Friedrich Merz nur eine Debatte auslöst und nicht den 3. Weltkrieg?

Ach es war wieder ein herrlicher Abend! Ludger K. war, wie die fünf Male zuvor, eine absolute Bereicherung in unserem Programm.

 

Bonbons 🍬

Wir gratulieren unserer lieben Claudia zur ersten Moderation für unseren Verein! Sie hat die Aufgabe sehr souverän gemeistert und das Publikum äußerst sympathisch angesprochen. Dafür sagen wir ihr einen ganz herzlichen Dank!

Lobend ist an diesem Abend ganz besonders auch die Beleuchtung zu erwähnen. In frische LED-Farben auf hellem Hintergrund getaucht zogen Künstler und Bühne alle Augen auf sich. Das Licht war sehr angenehm und strahlte eine wundervolle Atmosphäre aus. Dafür vielen Dank an Meik und Michael, die hier immer ihr Bestes geben.

Im Vorfeld dieser Veranstaltung ging es wochenlang hoch her. Seitens des Künstlers befand sich die gesamte Auftrittssituation im Saal (Podest, Hintergrund, Vorhang etc.) auf dem Prüfstand. Als letzte Endausprägung wurde gar in Erwägung gezogen, die Ausrichtung der gesamten Bestuhlung und des Kultpodests um 90 Grad zu drehen! Als das Orgateam am Vortag zu diesem verabredeten Aufbau den Saal betritt, ist aber alles anders: Plötzlich gibt es dort eine richtige, eingebaute Bühne! Spontan wird also wieder umdisponiert und doch so aufgebaut, wie gehabt. Danke diesem überragenden Team, was genauso starke Muskeln wie Nerven und einen wachen Verstand bewiesen hat:

Birgit, Christel, Claudia, Nathalie, Meik, Michael, Volker, Astrid